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Call for Contributions Feministische Geo-Rundmail Nr. 88: Feministisch-geographische Wohnforschung / Feminist Geographies of Housing

*english version below*

Aktuell zeigt sich in aller Deutlichkeit, dass Wohnraum ein Ort ist, an dem Machtverhältnisse – u.a. über Herkunft, Geschlecht, Klasse, aber auch Körper – auf mehreren Maßstabsebenen hergestellt werden: Die Finanzialisierung der Wohnungsmärkte verursacht eine Entkopplung der Grundstücks- und Immobilienpreise von Bedarfen an bezahlbarem Wohnraum. Prekär wird die Wohnsituation in der Folge vor allem für Menschen ohne Eigentum, mit geringen und unsicheren Einkommen sowie für Menschen, die allein das Haushaltseinkommen stemmen. Die Mehrfachbelastung von Care-Arbeiter*innen wird unsichtbar gemacht und gesamtgesellschaftlich in Kauf genommen. Die Wohnung ist unter der Corona-Pandemie noch häufiger zu einem „Erfahrungsort“ von Gewalt geworden. Schließlich sind das Wohnen in Sammelunterkünften, ohne eine ausreichende gesundheitliche Versorgung sowie das „Nicht-Wohnen“ in einer Zeit zu nennen, in der die Wohnung als Schutzraum fungieren soll. Die Beispiele verdeutlichen, dass im Wohnen Prozesse zur Herstellung sozialer Ordnungen ihre räumliche Vorbedingung ebenso wie ihre räumliche Entsprechung finden.

In der sozialwissenschaftlichen Forschung wird das Wohnen entweder unter politisch- ökonomischen Aspekten diskutiert oder ist konzeptionell mit Praktiken, Routinen, Erfahrungen, Beziehungen sowie dem Alltag im Inneren des Wohnraums verbunden. Ausgehend von der Parole „Das Private ist politisch“ und der Feststellung, dass der Wohnraum ein zentraler Ort sozialer Reproduktion ist, haben sich feministische Geograph*innen bereits vielfältig mit dem Wohnraum auseinandergesetzt. Anschließend an materialistisch-feministische Debatten der 1970er Jahre stellten sie dabei die zentrale Bedeutung vermeintlich privater Prozesse und Praktiken innerhalb des Wohnraums für die Aufrechterhaltung der gesellschaftlichen Ordnung, aber auch für kapitalistische Wirtschaftsweisen heraus.

Mit der Geo-RundMail im Januar 2022 wollen wir dazu einladen, die Bedingungen der Wohnungsversorgung und Wohnen als gelebte Praxis zusammen zu denken. Besonders freuen wir uns über Beiträge, die marginalisierte Wohnerfahrungen, -praktiken, und Debatten thematisieren. Unten bzw. im Anhang findet ihr dazu weitere Inspirationen und Konkretisierungen.

Der Aufruf richtet sich an alle. Wohnforschung ist ein interdisziplinäres Feld und so freuen wir uns über Beiträge aus angrenzenden Disziplinen. Insbesondere möchten wir Studierenden die Möglichkeit geben, sich einzubringen. Ebenfalls willkommen sind aktivistische Beiträge. Zudem richten wir unseren Call explizit auch an Menschen, die nicht (mehr) mit der Wissenschaft verbunden sind – denn Erfahrungen mit Wohnen haben wir alle gemacht!

Es gibt kein fixes Wortlimit, wir schlagen 1500 – 2500 Wörter vor. Einreichungen sind in jeder Sprache möglich. Die Beiträge können gerne auch kreativ sein (z.B. Essays, Interviews, Comics, etc.). Bei Interesse meldet euch bitte bis Mitte November bei marlene.hobbs@uni- jena.de (sie/ihr), eva.isselstein@uni-bayreuth.de (sie/ihr) oder elisa.gerbsch@mailbox.tu- dresden.de (sie/ihr). Der Abgabetermin der Beiträge ist am 10.12.2021.

Weitere Fragen und Anregungen zum Call:

  1. Die Verknüpfung von Wohnungsmarkt/-politik und Wohnen als gelebte Erfahrung
  • Feministische Forschung hat den Anspruch dualistische Weltbilder zu infrage zu stellen. Mit welchen theoretischen Herangehensweisen können Dualismen wie housing/home, außen/innen, öffentlich/privat, männlich/weiblich, Produktion/Reproduktion als vermeintliche Pole in der Wohnungsforschung hinterfragt werden?
  • Welche Auswirkungen haben Wohnungsmarkt und Wohnungspolitik auf Wohnen als Zuhause? Was wären hier vielversprechende Herangehensweisen? Was gibt es schon?

2. Gesellschaftliche Machtstrukturen in alltäglichen Praktiken und Erfahrungen des Wohnens

  • Was ist Wohnen in den gegenwärtigen kapitalistischen Produktionsverhältnissen? Wie verändert sich unser Verständnis von Wohnen durch aktuelle Prozesse? z.B. Wie verändern digitale Technologien den Wohnraum? Was macht Corona?
  • Wie sind gesellschaftliche Vorstellungen des Wohnens institutionalisiert? Inwiefern spiegeln diese rassistische, sexistische, homophobe, ableistische u.a. Zuschreibungen wider? (z.B. staatliche Konzepte zur Wohnungslosigkeit, Wohnunterkünfte von migrantisierten Personen)
  • Wie materialisieren sich diese Vorstellungen (z.B. in Wohnungsgrundrissen, Kosten der Unterkunft) und wie beeinflussen sie alltägliche Praktiken des Wohnens? Welche Auswirkungen haben sie z.B. auf Geschlechterrollen, Sicherheit, Gewalt, well-being oder Care?

3. Wohnen als Widerstand

  • Was verstehen wir als Wohnungskampf? Wie kann das, was alltäglich im Wohnraum passiert, stärker als wohnungspolitischer Kampf/Widerstand gedacht werden?
  • Welche vergangenen Kämpfe und Widerständigkeiten im Wohnen sollten für uns heute sichtbarer werden/sollten wir kennenlernen? Was können wir aus historischen Wohnungskämpfen lernen? Z.B. Feministische Stadtkritik der 70er Jahre, die Häuserkämpfe der 70/80er, …
  • Welche Alternativen gibt es schon, welche Utopien erträumen wir uns? Welche Rolle spielt darin Gemeinschaft, Technik, Care-Arbeit…? (Überall, aber besonders hier freuen wir uns über kreative Beiträge in Wort und Bild!)

4. Wie forschen wir im Wohnraum?

  • Welche Methoden sind geeignet? Wie können z.B. Kartierungen zum Einsatz kommen?
  • Was bedeutet es, im „privaten“ Raum zu forschen? Wie erhalten wir Zugang? Wie können wir den besonderen Herausforderungen begegnen?
  • Wo forschen wir überhaupt über das Wohnen? z.B. Wohnbaugesellschaft, Mieter*innenverein, Tech-Firma, Senior*innenwohnheim, Nachbarschaft…

(English version)

Feminist Geographies of Housing

Currently we are witnessing how power relations are established – e.g., via race, gender, class, or body – in housing on several scales: The financialization of housing markets detaches real estate logics from the actual needs for affordable housing. As a result, the living conditions become precarious – particularly for people without property, with low and insecure incomes, and for sole wage earners. Furthermore, care workers are facing multiple strains, while their invisibility is socially accepted. Under the conditions of the Covid-19 pandemic the home has become even more visible as a site of violence. The home was supposed to be a shelter, which was not available for people in refugee accommodations or for people without any home. These examples illustrate that housing and dwelling are produced by social structures, while at the same time these social structures are embedded in housing and dwelling practices.

Within social sciences, housing studies are either dedicated to political-economic approaches or are conceptually linked to research of practices, routines, experiences, relationships and everyday life inside a living space. Drawing on the slogan „the private is political“ and the observation that living spaces are a central site of social reproduction, feminist geographers have addressed housing in a variety of ways. Following materialist-feminist debates of the 1970s, they highlighted supposedly private processes and practices within the home as central to the maintenance of social norms, but also for capitalist modes of production.

For the Geo-RundMail in January 2022, we want to invite you to consider the conditions of housing provision and home as a lived practice in conjunction with one another. We especially welcome contributions that address marginalized housing experiences, practices, and debates. Below/attached you will find further inspiration and specifications.

The call is open to everyone. Housing research is an interdisciplinary field. We thus welcome contributions from other disciplines. In particular, we would like to give students the opportunity to submit their thoughts, ideas or works. Also encouraged are activist contributions. Moreover, we explicitly address our call to people who are not (anymore) connected to academia – because we all have experiences with housing!

There is no fixed word limit, we suggest 1500-2500 words. Submissions are possible in any language. Contributions can take creative shapes such as essays, interviews, comics, etc.

If you are interested, please contact marlene.hobbs@uni-jena.de (she/her), eva.isselstein@uni-bayreuth.de (she/her), or elisa.gerbsch@mailbox.tu-dresden.de (she/her) by mid-November. The deadline for submissions is December 10th, 2021.

Further questions and inspirations:

  1. linking housing markets/politics and housing as lived experience
  • Feminist research aims to question dualistic worldviews. What theoretical approaches can be used to challenge and complicate dualisms such as housing/home, outside/inside, public/private, male/female, production/reproduction as supposed binaries in housing research?
  • What are the implications of the housing market and housing policy for housing as home? What could be promising approaches here?

2. power structures in everyday practices and experiences of housing

  • How can housing be understood within contemporary capitalist relations of production? How do current processes shape our understanding of housing? e.g., how do digital technologies change home and housing? What are the effects of the pandemic?
  • How are social conceptions of housing institutionalised? To what extent do these reflect racist, sexist, homophobic, ableist and other attributions? (e.g. governmental concepts of homelessness, migrant housing).
  • How do these conceptions materialize (e.g. in housing floor plans, costs of housing)? How do they influence everyday practices of housing? What impact do they have on gender roles, security, violence, well-being, or care?

3. housing as resistance

  • What do we understand by housing struggle? How can everyday experience and practices in the home be conceptualized as housing struggle/resistance?
  • Which past struggles and resistances in housing are relevant today? What can we learn from historical housing struggles, such as feminist urban critique of the 70s, the housing struggles of the 70s/80s, …
  • What alternatives already exist, what utopias do we dream of? What role does community, technology, care work… play in this? (Creative contributions very welcome here (and everywhere).)

4. how do we do research around the home?

  • What are suitable methods to study the home from a feminist perspective are suitable? How can mapping be used?
  • What does it mean to do research in a „private“ space? How do we gain access? How can we meet the particular challenges?
  • Where do we do research on housing anyway? e.g., housing association, tenants’ association, tech company, senior citizens’ residence, neighbourhood, …

Die neue Feministische GeoRundmail zum Thema “Feministische Geographien der Arbeit, Corona, Care und Collectives” (Ausgabe Nr. 86) ist da!

Mit Beiträgen von Sinje Grenzdörffer und Inken Reimer, Stefanie Hürtgen sowie Karin Schwiter und Jennifer Steiner.

Wie immer sind alle Ausgaben auch hier zu finden: https://ak-feministische-geographien.org/rundmail/

Hier geht’s zum Call für die nächste Ausgabe zum Thema „Patriarchale Gewalt: Formen. Räume. Widerstände.„.

Viel Spaß beim Lesen und viele Grüße aus Hamburg,
Anne Vogelpohl & Sandra Antelmann

Das neue „Handbuch feministische Geographien“ ist da!

Auf der digitalen #GeoWoche wird das Handbuch am 5. Oktober um 19 Uhr vorgestellt und life rezensiert. Als Rezensent*innen sind mit dabei: Eva Isselstein (Uni Bayreuth), Susanne Hübl und Paul Reuber (beide Uni Münster) und das klolektiv. Im Anschluss an die Podiumsveranstaltung laden wir zu einem digitalen Umtrunk ein.

Das “Handbuch Feministische Geographien. Arbeitsweisen und Konzepte” vom Autor*innenkollektiv Geographie und Geschlecht da! Mit der Veröffentlichung im Mai 2021 ist die langjährige kollaborative Arbeit an dem Handbuch zu einem (vorläufigen) Ende gekommen.

Gemeinsam können wir uns ermutigen, an wichtigen Impulsen zur wissenschaftlichen und zur politischen Arbeit (z. B. an unserer Wut, unserem Unbehagen, unserer Sorge, unserer Freude …) dranzubleiben und diese Impulse nicht beiseite zu schieben. Das sind Momente, aus denen ich viel Kraft schöpfe.

(Inken Carstensen-Egwuom*)

Für mich sind das Momente des ZuHörens, die Potentialraum eröffnen. Die kleinen Pausen, das kurze Innehalten, das manchmal in Gesprächen oder während eines Austausches entsteht, ist für mich oft genau das, wo Neues aber auch Revolutionäres entstehen kann. Und sei es, eine neue Gedankentür öffnet sich.

(Leon Witzel*)

Doch wie kam es eigentlich zu dem Projekt „Handbuch feministische Geographien“? Aus dem Wunsch nach einem langfristigen und kontinuierlichen Austausch über feministische Geographien entstanden 2014 zwei Projekte: Einerseits ein abgestimmtes feministisches Seminarangebot an mehreren Universitäten, das in einem gemeinsamen Abschlussseminar endete. Dieses Abschlussseminar war der Startschuss für ein Wiederbeleben der meist jährlich stattfindenden Vernetzungstreffen. Andererseits wurde etwa zeitgleich ein Antrag für ein DFG-Forschungsnetzwerk zu „Feministischen Geographien und New Materialism“ geschrieben, das 2016 mit einem ersten Netzwerktreffen startete.

Momente, wie wir sie gerade erleben, in denen wir durch kollektives Arbeiten unserer Ohnmachtserfahrung etwas entgegenhalten können.

(Verena Schreiber*)

Als 2018 die letzten Treffen des DFG-Forschungsnetzwerks in Planung waren, war klar: Die unzähligen Diskussionen, der Austausch über Konzepte und Erfahrungen, die vielen Idee und Verknüpfungen müssen niedergeschrieben und auch anderen Personen zur Verfügung gestellt werden. Die Idee für ein Handbuch, das ältere mit historischen Debatten verknüpft, das einen Überblick über feministische Arbeitsweisen aber über Konzepte und Forschungen gibt, das sich sowohl an Geograph*innen als auch an Personen aus anderen Disziplinen richtet und das für Studierende im ersten Semester, für Aktivist*innen und etablierte Wissenschaftler*innen gleichmaßen nützlich und gut zu lesen ist, war geboren.

Am fruchtbarsten finde ich kollektives Arbeiten, wenn es sich nicht auf einzelne Momente beschränkt, sondern in weitere Prozesse eingebettet ist. Bereits ein gemeinsames Arbeitsretreat kann solche Prozesse in Gang setzen, wenn dabei solidarisch − und ohne großen Zeitdruck − gearbeitet wird. Denn indem verschiedene Verständnisse und Positionierungen im Verhältnis zu einer Thematik zur Geltung gebracht werden, können sich konzeptuelle und methodologische Ansätze herausbilden, die über eine Summierung einzelner Beiträge hinausgehen. Leider tritt prozessuales Arbeiten in einem aus vielen Einzeltätigkeiten aufgesplitterten Arbeitsalltag häufig in den Hintergrund. Deshalb sehe ich den Aufbau und die Pflege kollektiver Strukturen als besonders relevant an.

(Jan Hutta*)

Was nun folgte, war ein langer kollektiver Prozess: Wissen und Debatten wurden geordnet, relevante Themen bzw solche, über die wir schreiben wollten und konnten wurden ausgewählt, Texte wurden geschrieben, revidiert, kommentiert und überarbeitet, Verlage kontaktiert. Wir diskutierten über die Autor*innenschaft des Buches und der Texte, reflektierten über unser Unvermögen, bestimmte Leerstellen zu füllen und suchten kreativ nach Möglichkeiten, in Buchprojekten häufig unsichtbare, am Buch geleistete Arbeit sichtbar zu machen.

Der Austausch mit anderen Menschen, mit Aktivistinnen oder Kolleginnen, ist für mich wirklich wesentlich und fruchtbar für die Wissensproduktion. Ohne alltägliche Erfahrungen und deren Reflexion zusammen mit anderen verliert Wissen seine Basis.

(Nina Schuster*)

Dass das Handbuch nun tatsächlich publiziert ist, ist ein Resultat der Arbeit von vielen Einzelnen, die teils mehr, teils weniger dazu beigetragen haben. Es ist aber gleichermaßen auch das Resultat von einem gemeinsamen Prozess, Praktiken der Sorge füreinander, Austausch von Wissen untereinander und natürlich von Spaß miteinander.

Das Handbuch ist als Buch und E-Book beim Verlag Barbara Budrich erhältlich.

*die Zitate stammen aus dem Kapitel „Ausklang“ des Handbuchs

Inhalt
Einleitung: Feministische Geographien (Catarina Gomes de Matos, Karin Schwiter und Anne Vogelpohl)

Teil I – Arbeitsweisen: Politiken und Praxis Feministischer Geographien
1. Geschichten der deutschsprachigen Feministischen Geographien (Sybille Bauriedl und Eva Kuschinski)
2. Verflechtungen feministisch-politischer Praxen und geographischer Wissenschaften –
Ein Gespräch zwischen drei Geograph*innen (Linda Pasch, Anne Vogelpohl und Leon Witzel)
3. Ein Plädoyer für Slow Scholarship: Feministische Strategien für eine entschleunigte
und bessere Wissenschaft (Karin Schwiter und Alexander Vorbrugg)
4. Feldforschung als soziale Praxis: Ansätze für ein verantwortungsvolles und
feministisch inspiriertes Forschen (Alexander Vorbrugg, Sarah Klosterkamp und Vanessa E. Thompson)
5. Lehren und Lernen aus feministischer Perspektive (Verena Schreiber und Inken Carstensen-Egwuom)

Teil II – Konzepte: Theorien und Themen Feministischer Geographien
6. Feministische Geographien der Arbeit – Zusammenhänge von Prekarisierung,
Gentrifizierung und Globalisierung (Nina Fraeser, Nina Schuster und Anne Vogelpohl)
7. Feministische Naturverhältnisse – Machtvolle Verbindungen von Natur und Geschlecht (Sybille Bauriedl und Birgit Hoinle)
8. Körper und Materialität (Anke Strüver und Nadine Marquardt)
9. Feministische Geographien der Technowissenschaften (Elisabeth Militz, Iris Dzudzek und Carolin Schurr)
10. Emotionen und Affekte (Jan Hutta, Sarah Klosterkamp, Suncˇana Laketa und Nadine Marquardt)

Ausklang: Offene Fragen und vielstimmige Antworten (Birgit Hoinle, Sarah Klosterkamp und Anne Vogelpohl)

Die neue Feministische GeoRundmail zum Thema „Feministische digitale Geographien“ (Ausgabe Nr. 85) ist da!

Die April-Ausgabe der Feministischen Geo-RundMail zum Schwerpunktthema Feministische digitale Geographien ist fertig. Lasst euch inspirieren von zahlreichen Beiträgen zu Themen wie Überwachungstechnologien, digitale Arbeit, Gig Economy und Platform Urbanism, soziale Medien, sowie Methoden und Werkzeuge feministischer digitaler Geographien. Auf keinen Fall verpassen, solltet ihr ausserdem den Bericht von femi;kolon aus Münster über das letzte digitale Vernetzungstreffen.

Die kommende Ausgabe thematisiert „Feministische Geographien der Arbeit: Corona, Care und Collectives„. Der Call findet sich hier.

Die neue Feministische GeoRundmail Nr. 82 ist da!

Die neue Ausgabe zum Thema “Trans* und queere Perspektiven“ ist da!

Und hier der Call für die nächste Ausgabe zum Thema „Feminist research practice in geography: Snapshots, concepts and reflections„:

For the summer issue 2020 (submission deadline August 15th), we invite short contributions around the topic of feminist research practice in geography. We are looking for interventions, reflection pieces, creative ways to communicate research experiences and conundrums, book reviews, calls for more attention to particular debates, concepts or problems – or any other format you may suggest. Creative writing and visualization are most welcome, but not mandatory. 

What motivates us to compile this issue are the many and recurrent conversations on the beauty and rewards, but also the struggles and problems around conducting research in the social sciences. Again and again, these show the importance of upholding exchange on this fundamentally social and political practice. Creating platforms for such exchange is important not least since the stories surrounding the research process often remain invisible in academic texts. It is also important as many of the lively debates and elaborated contributions on questions of power, justice, responsibility, accountability and ethics in feminist geographies, postcolonial studies, participatory action research and other fields yet have to gain full influence on research practice. 

Contributions to this issue address  the broader question of politics of field-work or personal snapshots or reflections. Topics may include

  • Surprises in research and the potential of the unforeseen
  • (Im)Possibilities of navigating risks and contingency   in the research process (e.g. with regard to corona)
  • Risks for research participants and responsibilities
  • Positionalities, participation and politics (e.g. who are the ones conducting research, who speaks, who is being represented and how?)
  • Fieldwork and power (e.g. in studying powerful institutions or working with marginalized groups)
  • Fundamental tensions and problems (e.g. what are the limits to (self-)reflexivity and individual coping strategies?)
  • Emerging research styles and methods 

The call is open for everyone and we encourage submissions by early career researchers and graduate students. We are happy to provide peer-feedback if asked for. There is no strict word limit, but we suggest 1,500 – 3000 words as a useful target for a standard contribution. 

For further questions and indications of interest, please send an e-mail to the issue editors s.klosterkamp@uni-muenster.de and alexander.vorbrugg@giub.unibe.ch.

Die neue Feministische GeoRundmail Nr. 81 ist da!

Die neue Rundmail zum Thema „Feministische Politische Ökonomie“ ist da.

Und hier der Call für die nächste Ausgabe zum Thema „Trans* und queere Perspektiven„:

Liebe Alle*

Die nächste Geo-RundMail beschäftigt sich mit dem Thema „Trans* und queere Perspektiven“. In den Letzten zehn Jahren wurden zu LGBTIQ+ Themen im angloamerikanischen, aber auch lateinamerikanischen Raum viele neue Ansätze entwickelt, die neben Fragen rund um Raumaneignung eine Vielzahl spannender gesellschaftliche Ein- und Ausblicke eröffnen. Nachdem bereits seit den 1980er Jahren eine lebhafte Diskussion rund um ‚Geographien der Sexualität‘ – zunächst in den USA und später auch in Europa und anderswo – entstanden ist, wurden um das Jahr 2010 die Trans*geographien als eigenes Forschungsfeld gegründet. Wir finden, es ist Zeit im Rahmen der Geo-RundMail zu schauen, was diesbezüglich im deutschsprachigen Raum in Bewegung ist.

Für die nächste feministische Geo-Rundmail freuen wir uns insbesondere über Beiträge, die emanzipatorische sowie intersektionelle trans* und queere Perspektiven mit Raumbezug vorstellen. Willkommen sind u.a. Beiträge rund um hochschulpolitische Aspekte, soziale Bewegungen und Aktivismus, Kämpfe um Räume innerhalb neoliberaler Verwertungslogiken (einschl. Wohnraum), Räume des Begehrens; Ungleichheits- und Ungerechtigkeitsverhältnisse (z.B. zwischen Stadt und ländlichen Regionen oder hinsichtlich Grenzregimen); De_Privilegierungsstrukturen; Zugang zu Ressourcen wie Wissen, Macht, Geld oder Gesundheitsversorgung; Ressourcenzugang und -verteilung innerhalb der „Szene“; Exklusion/Inklusionsdebatten innerhalb der verschiedenen Gruppen aus dem LGBTIQ+-Spektrum; Raumöffnungsdebatten für Queer_Trans* in anderen Kontexten (wie an religiösen Orten); Homonationalismus; Rechtspopulismus… Auch transnationale Dimensionen von trans* und queeren Communitys und Diskursen sowie Fragen rund um Solidaritäten über Staats- und Communitygrenzen hinweg können behandelt werden.

Willkommen sind neben kurzen Aufsätzen auch Rezensionen, Literaturübersichten, Erfahrungsberichte, Hinweise auf Veranstaltungen und Tagungen sowie Informationen zu geplanten, laufenden und abgeschlossenen Forschungsprojekten und anderem mehr. Sehr willkommen sind auch Bildmaterialien und künstlerische Beiträge.

Eine kurze Ankündigung des geplanten Beitrags kann gerne auch vorab an die Herausgeber* des Themenschwerpunkts gesandt werden.

Einsendeschluss ist der 15.5.2020 (Eine spätere Einreichung ist nach Rücksprache möglich.)

Queerfeministische Grüße,

Leon (n.witzel@hotmail.de) und Jan (jan.hutta@uni-bayreuth.de)

Die neue Feministische GeoRundmail Nr. 80 ist da!

**Der Call für die nächste Ausgabe zum Thema Feministische Politische Ökonomien ist hier zu finden**

Liebe alle,

anbei die feministische Geo-RundMail Nr. 80 unter dem Motto „Dekoloniale Geographien“.

Wir freuen uns wie viele unterschiedliche Beiträge uns erreicht haben und hoffen, dass das Heft in vielfältigen Formen und Formaten zu weiteren Diskussionen, Debatten und Austausch beiträgt!

Vielen Dank an alle Beteiligten für euer Engagement (und eure Geduld!)

Mit happy holiday Grüßen aus Hamburg,

AG KGGU (Arbeitsgruppe Kritische Geographien Globaler Ungleichheiten)

***

Carxs,

Em anexo está o Geo-RundMail No. 80 feminista sob o lema „Geografias Decoloniais“.
Estamos felizes em ver como muitas contribuições diferentes chegaram até nós e esperamos que a revista contribua para mais discussões, debates e intercâmbio em uma variedade de formas e formatos!
Muito obrigadx a todxs xs envolvidxs pelo seu empenho (e pela sua paciência!).
Com felicitações (e desejos de Boas Festas) de Hamburgo,
AG KGGU (Arbeitsgruppe Kritische Geographien Globaler Ungleichheiten)

***

Dear all,

enclosed you find the feminist Geo-RundMail No. 80 under the motto „Decolonial Geographies“. We are happy to see how many different contributions have reached us and hope that the magazine will contribute to further discussions, debates and exchange in a variety of forms and formats!
Many thanks to all involved for your commitment (and your patience!).
With happy holiday greetings from Hamburg,

AG KGGU (Arbeitsgruppe Kritische Geographien Globaler Ungleichheiten)

***

Estimadxs,

Adjunto se encuentra el feminista Geo-RundMail No. 80 bajo el lema „Geografías Decoloniales“.
Estamos contentxs de ver cuántas contribuciones diferentes nos han llegado y esperamos que la revista contribuya a más discusiones, debates e intercambios en una variedad de formas y formatos!
Muchas gracias a todxs lxs involucradxs por su compromiso (¡y su paciencia!).
Con saludos (y deseamos buenas fiestas) desde Hamburgo,

AG KGGU (Arbeitsgruppe Kritische Geographien Globaler Ungleichheiten)

Die neue Feministische GeoRundmail Nr. 78 zum Thema „Sommerschule Gender and Space” ist da!

Die neue Ausgabe der feministischen Geo-Rundmail ist da: Nummer 78 zum Thema „Sommerschule Gender and Space„. Sie wurde zusammengestellt von Heidi Kaspar.

Die nächste Ausgabe der Feministischen Geo-RundMail (Nr. 79, April 2019) hat kein Schwerpunktthema, sondern sammelt aktuelle Standpunkte und Reflektionen und wird von Anne Vogelpohl gestaltet.

AK-Mitglieder und Geo-Rundmail-Leser_innen sind herzlich eingeladen, Beiträge für die nächste Ausgabe des Geo-Rundmails einzureichen. Die Beiträge können sowohl in deutscher als auch englischer Sprache verfasst werden.

Beispiele:

  • Kurzanalyse zu einem selbst gewählten Thema
  • Rezension oder Reflektion eines kürzlich gelesen Buchs oder Artikels
  • Bericht von einer Tagung oder nicht-akademischen Veranstaltung
  • Reflektion eines Seminars
  • Informationen über laufende Studien
  • Vorstellung einer Neuerscheinung

Die neue Feministische GeoRundmail Nr. 77 zum Thema „30 Jahre AK Geographie und Geschlecht“ ist da!

Die neue Ausgabe der feministischen Geo-Rundmail ist da: Nummer 77 zum Thema „30 Jahre AK Geographie und Geschlecht„. Sie wurde zusammengestellt von Sybille Bauriedl und Claudie Wucherpfennig.

Die kommende Ausgabe der feministischen Georundmail resümiert die Sommerschule „Gender and Space“ und wird von Heidi Kaspar koordiniert.